Neue Interimssporthalle offiziell eröffnet
Mit der feierlichen Einweihung der neuen Interimssporthalle im Linzgauweg ist für Immenstaad ein bedeutender Meilenstein erreicht: Die Übergangslösung für den Schul- und Vereinssport ist in vollem Betrieb. Bürgermeister Johannes Henne erklärte die in Leichtbauweise errichtete Zweifeldhalle im Beisein von ehemaligen und aktuellen Gemeinderäten, Mitarbeitenden, Vereinsvertretern, Lehrkräften und am Bau beteiligten Firmen offiziell für eröffnet.
Die neue Zweifeldhalle entstand in Modul-Fertigbauweise zwischen November 2024 und Mai 2025 im Linzgauweg 2, gegenüber der Feuerwehr. Sie bietet ein großes Spielfeld mit Trennwand, zwei Geräteräume sowie Umkleiden für Damen, Herren und Lehrkräfte. Auf Duschen wurde aus wirtschaftlichen Gründen verzichtet. Mit rund drei Millionen Euro fiel die Investitionssumme höher aus als ursprünglich geplant – doch Bürgermeister Henne macht deutlich: „Dafür haben wir nun eine Halle, die mindestens 25 Jahre genutzt werden kann und perspektivisch zwei Sporthallen im Ort. Die Interimshalle ist mehr als ein Provisorium – sie ist ein Ort für Bewegung, Gemeinschaft und Entwicklung.“
Die Rückmeldungen zur bisherigen Nutzung sind durchweg positiv. Seit Mai findet der reguläre Sportunterricht der Stephan-Brodmann-Schule wieder planmäßig statt. Auch der TuS Immenstaad ist bereits aktiv – zur großen Freude der Verantwortlichen. „Hätten wir nicht so schnell eine Lösung gefunden, wären einige Abteilungen gefährdet gewesen“, sagt TuS-Vorsitzender Clemens Müller.
„Ich bin froh, dass wir diesen Schritt gewagt haben“, betonte Bürgermeister Henne in seiner Ansprache. „Die neue Halle erfüllt ihren Zweck und ermöglicht uns, die dringend notwendige Sanierung der Linzgauhalle in aller Ruhe und mit der nötigen Sorgfalt anzugehen.“ Ausgelöst durch die plötzliche Sperrung der Linzgauhalle im Sommer 2023 wegen Einsturzgefahr entstand in kürzester Zeit ein erheblicher Engpass im Sportbetrieb. Nur ein Teil des Schul- und Vereinssports konnte in dieser Zeit unter provisorischen Bedingungen fortgeführt werden – teilweise im Freien, teilweise in Nachbargemeinden oder mit alternativen Bewegungsangeboten wie Schwimmunterricht. Schnell wurde deutlich, dass eine funktionale Übergangslösung gebraucht wird. Der Gemeinderat beschloss daher mit großer Mehrheit den Bau einer Interimshalle – und schuf damit nicht nur kurzfristig Abhilfe, sondern auch langfristige Perspektiven.
Zum offiziellen Festakt wurde symbolisch ein rotes Band durchgeschnitten und ein heimischer Feldahorn gepflanzt, gestiftet vom Landschaftsbauunternehmen Klaus Negrassus. Der Baum steht für Anpassungsfähigkeit, Beständigkeit und Zukunft – Werte, die auch das Projekt Interimshalle geprägt haben. Bei Sonnenschein, kleinen Snacks und Getränken wurde die gelungene Umsetzung in kleinem Rahmen gefeiert.



